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Piemont - Schottern für Anfänger

Es fing damit an, dass mein Schwager sein Motorrad loswerden wollte. Er war seit zwei Jahren nicht mehr damit gefahren und davor auch nicht sehr viel. Es war eine BMW 650 GS Twin, also schon mit 800ccm Motor - Vorgänger der jetzigen 800 GS. 12000 km zeigte der Tacho an und 12 Jahre war sie alt. Ich hatte ja schon meine Guzzi V7 und war recht zufrieden damit. Bei meiner Enfield-Tour durch Ladakh (Reisebericht hier) war ich aber schon ein bißchen auf den Geschmack vom Offroad-Fahren bzw. Schottern gekommen. Meiner schönen Guzzi wollte ich das aber nicht antun. Und bei einem Freundschaftspreis weit unter dem Marktwert, kann man ja nicht nein sagen und schon gar nichts falsch machen. Seit Dezember 2019 habe ich jetzt also zwei. Außer TÜV war nicht viel zu machen bei der BMW. Der TÜV-Prüfer meinte, "sieht ja aus wie neu, da kann ja nichts fehlen". Sie lief einwandfrei und ich muss zugeben, sie fährt sich angenehmer als die Guzzi. Bodenunebenheiten schluckt sie als ob da nichts wäre. 20 PS mehr nimmt man auch gerne. Nur die Sitzbank war für mich zu niedrig und zu hart. Schon nach einer Stunde Fahrt schmerzte der Hintern. Nachdem es KaHeDo nicht mehr gibt und die Komfortsitzbank von Touratech eine Lieferzeit von voraussichtlich 4 Monaten gehabt hätte, musste ich weiter suchen und wurde bei WüDo fündig - nicht ganz billig, aber ein Traum. 10 Stunden im Sattel und kein bißchen Schmerzen. Auf der IMOT gab es Gelegenheit sich mal den Großen Alpenstrassenführer von Denzel durchzuschauen. Ich wusste es sollte in die Alpen gehen, wusste aber noch nicht wo die schönsten Schotterstrecken sind. Ich war von dem Buch so angetan, dass ich die 50 Euro investierte. Man bekommt die Informationen vielleicht auch im Internet, aber die Übersicht erleichtert die Planung und auch die Umplanung unterwegs enorm, wie sich später herausstellen sollte.

In einem Magazin, das ich auf der IMOT mitnahm war ein Artikel über eine Tour im Piemont mit den Höhepunkten Monte Jafferau, Assietta Kammstraße, Varaita Maira, Maira Stura und natürlich die Punta Sommeiller, den höchsten motorisiert anfahrbaren Punkt der Alpen mit 3009 m ü.NN. Da musste ich hin. Im Denzel fand ich noch andere lohnenswerte Routen im Susa-Tal. Die ligurische Grenzkammstraße wollte ich auch noch mitnehmen und dann runter bis zum Meer. Laut dem Artikel wäre die beste Zeit Juli, September und Oktober. Ich wollte gleich Mitte Juli fahren.

Schon im Januar besorgte ich mir eine gute Karte und trug die Routen mit Leuchtmarker ein um sie dann mit schönen kurvigen Strecken zu verbinden. Für die Routenplanung verwende ich kurviger.de im Browser und zum Offline-Navigieren dann die App auf dem Smartphone mit Kabelverbindung zu selbst eingebauten Mini-Lautsprechern im Helm. Das Handy habe ich in der Jackentasche. Das funktioniert außerhalb von Ortschaften ohne Bildschirm sehr gut und zieht den Akku nicht leer.

Die Vorfreude war im Februar noch groß, aber dann kam Corona. Es kamen Grenzsperrungen und Schreckensmeldungen aus Norditalien und alles war in Frage gestellt.

Als die Kletterhalle noch geöffnet war, traf ich dort einen alten Bekannten, bei dem ich vor 10 Jahren einen Kletterkurs gemacht hatte und fand heraus, dass er genau das Selbe vorhatte. Wir beschlossen zusammen zu fahren. Da ich bei den schwierigeren Passagen eh nicht gern allein fahren wollte, war das ideal. Allerdings ging es bei ihm erst im September.

Zwei Wochen vor Abfahrt kam dann die Absage meines Tourenpartners wegen Urlaubssperre. Das ärgerte mich vor allem deshalb, weil jetzt das Wetter nicht mehr so stabil war, wie im Juli. Zumindest war das dann laut Prognosen so. Vor Ort waren immer wieder Gewitter angesagt, aber ich habe in den 11 Tagen seltsamer Weise keinen einzigen Tropfen abbekommen.

Von Manni bekam ich noch Tipps zur Anfahrt und zum Campingplatz. Die Anfahrt, verteilt über zwei Tage über Hochtannbergpass, Faschinajoch, Oberalppass, Furkapass, Großen St. Bernhard, Kleinen St. Bernhard, Col d' Iseran und Mont Cenis nach Salbertrand war schon ein Traum. Bei strahlendem Sonnenschein ging es über die schönsten Pässe und es war kaum Verkehr. Nur zwischen Brig und Martigny zog es sich mit vielen Tempo 50 Abschnitten.

Oberalppass

Oberalppass

Oberalppass

Blick vom Furka- zum Grimselpass

Großer St. Bernhard

Lac du Verney am kleinen St. Bernhard

Zwischen Val d'Isere und Col de l'Iseran

Der Campingplatz war voller Motorradfahrer. Man wies mir einen Platz auf einer baumlosen, nackten Wiese zu. Die guten Plätze mit Schatten, Bänken und Tischen waren leider schon belegt.

Für das Wochenende war noch schönes Wetter angesagt, danach sollte es gewittrig werden. Die Assietta Kammstrasse und den Sommeiller wollte ich auf jeden Fall fahren. Also nahm ich mir für Samstag die leichtere Tour, die Assietta vor. Im Juli und August wäre sie mittwochs und samstags gesperrt gewesen. Der September hat also auch seine Vorteile.

Im Denzel fand ich als Verlängerung noch die Weiterfahrt zum Rifugio Selleries am Ostende der Assietta. Deshalb wollte ich sie von Sestriere aus von Westen nach Osten fahren, anschließend zu besagtem Rifugio, und dann über den Colle delle Finestre wieder zurück nach Susa. Eine tagesfüllende Tour.

Anfangs war ich noch etwas unsicher auf dem Schotter. Geschotterte Serpentinen war ich bisher noch nicht gefahren. In Ladakh waren die Schotterstrecken nicht so kurvig. In der ersten Kehre wäre ich fast rausgeflogen, konnte aber auf dem Hinterrad noch so weit abbremsen, dass ich nicht in den losen Schotter am Fahrbahnrand kam. Nach einer Weile kam ich ganz gut zurecht, merkte aber, dass die Profis mit ihren Leichtenduros wesenlich schneller fuhren.

Ich hatte trotzdem einen riesen Spaß und die Aussicht bis in die französischen Alpen hinein war grandios.

Nach einer Stärkung in der Trattoria Edelweiss wollte ich noch zum Rifugio Selleries fahren. Der Weg vom Pian del Alpe bis zum Abzweig kam mir sehr lang vor vielleicht wegen der vielen schönen Aussichten ins Valle del Chisone, ich dachte schon ich hätte den Abzweig verpasst. Auf dem Rifugio war dann viel los. Obwohl die Strecke weiter oben ziemlich tief ausgewaschene Spurrillen hatte, waren jede Menge Autos oben. Ich konnte gerade noch einen Tisch in gebührendem Corona-Abstand ergattern um einen Cappuccino zu trinken, als Nebel aufzog. Die Sonne war aber stärker und vertrieb den Nebel wieder. Ich musste mir also keine Sorgen um die Rückfahrt machen.

Rifugio Selleries

Am Colle del Finestre war auch eine Wolkenschicht zu durchqueren. Es wurde weiter unten aber wieder sonnig und richtig warm. Im Nachhinein habe ich es bereut den Colle del Finestre abwärts gefahren zu sein. Aufwärts wäre er schöner gewesen. Es ist eine kurvige asphaltierte Strecke durch einen lichten Bergwald mit schönen Aussichten und 45 Kehren vom Susatal bis zur Scheitelhöhe. Die oberen 13 Kehren sind auf gutem Schotter zu fahren.

Als ich wieder zurückkam hatte ich Zeltnachbarn aus München. Wie sich beim gemeinsamen Abendessen herausstellte, beide BMW-Mitarbeiter. Sie waren aber nur auf der Durchreise und fuhren am nächsten Tag schon wieder Richtung Heimat. Ich wollte am nächsten Tag auf den Sommeiller fahren und möglichst früh da sein. Deshalb fuhr ich zum Frühstück schon mal nach Bardonecchia. Am Bahnhof, dachte ich mir, gibt es um 8:00 Uhr bestimmt schon ein offenes Café. Und so war es auch. Un te caldo e due cornetti con crema per favore.

Nach dieser Stärkung konnte es los gehen. Man merkt schnell, je höher man kommt umso schlechter wird die Straße und umso schöner die Landschaft.

Gleich nach dem Maut-Häuschen geht es dann mit den ersten Kehren los. Sie waren hier noch enger als auf der Assietta. Mit der Zeit bekam ich heraus, dass es bergauf half, im richtigen Moment kurz Gas zu geben, damit das Hinterrad herum kommt. Während es bergab hilfreich war das ABS abzuschalten und mit beherztem Druck auf die Hinterradbremse herum zu driften.

Die karge Landschaft mit dem vielen Geröll und etwas Vegetation nur am Bachlauf erinnerte mich sehr an Ladakh. Ganz oben angekommen war außer ein paar Flechten kein Grün mehr zu sehen. Nicht mal um den kleinen Bergsee herum - reine Steinwüste.

Der kurze Aufstieg bis zu den Steinmännchen lohnt sich. Von dort sieht man weit in die französischen Alpen und noch einen zweiten Bergsee, den eher grünen Lac Noir.

Die schneebedeckten 4000er waren zum Greifen nah durchs Teleobjektiv.

Rifugio Scarfiotti

Da ich mittags schon wieder zurück beim Rifugio Scarfiotti war, nahm ich mir für den Nachmittag noch den Aussichtspunkt Madonna di Catolivier vor, den man von Oulx aus erreicht. Die letzten 200m waren in tief ausgespülten Rinnen zu fahren. Ich war mir nicht sicher ob das ohne Sturz machbar wäre. Es waren außer mir nur noch zwei Radfahrer auf der Strecke, die vor mir schon hochgefahren waren. Es ging dann doch ohne Sturz. Die Aussicht auf den Monte Jafferau war oben leider ziemlich zugewachsen von hohen Fichten. Der Blick ins Susa-Tal aber war herrlich.

Zurück am Campingplatz hatte ich wieder neue Zeltnachbarn. Es stellte sich heraus dass es ein bekannter bayrischer Enduro-Kursleiter und seine Frau waren, die auch Kurse und Touren in Spanien anbieten. Am Abend traf dann auch noch Dieter ein, den ich im Forum von motorradkarawane.de kontaktiert hatte. Er hatte für den kommenden Tag vor die Assietta zu machen. Ich brauchte erstmal einen Tag Pause. Der Wetterbericht war eher schlecht. Aber es wurde dann doch ein sonniger Tag. Ab und zu zogen dunkle Gewitterwolken über das Tal, sie wollten aber scheinbar noch wo anders hin. Ich verbrachte den Tag mit Lesen, in der Sonne liegen und Essen. Das Restaurant am Campingplatz kann man durchaus empfehlen.

Schräg gegenüber von meinem Zelt war ein junges holländisches Mädel mit einer Kawa Straßenmaschine. Sie hatte irgenwelche Probleme mit ihrem Bike. Ich sah es mir an. Sie verlor Öl und es tropfte schon Richtung Hinterrad nicht ungefährlich. Ich holte mein Werkzeug und versuchte die Schrauben der Ölwanne nachzuziehen. Sie waren aber alle fest. Vermutlich war die Dichtung hinüber. Bei der Gelegenheit sah ich dass ihre Reifen komplett runter gefahren waren. Sie meinte, sie sei schon seit drei Monaten unterwegs und wolle sich in Frankreich neue Reifen besorgen. Am nächsten Tag habe ich dann mitbekommen, dass sie mit den abgefahrenen Reifen den Sommeiller raufgefahren ist man sieht es geht auch ohne Enduro, mit Öl-Leck und abgefahrenen Straßenreifen.

Mit Dieter fuhr ich am Dienstag dann auf geschotterten Almstraßen im Susatal. Nach einer Weile wurde es uns mangels Aussicht langweilig und wir beschlossen den Colle del Colombardo und über den Col de Lys zurück zu fahren. Es hat sich gelohnt. Zwar etwas wolkenverhangen, aber trotzdem noch eine berauschende Aussicht.

Beim Herunterfahren auf der Schotterstrecke merkte ich irgendwann, dass keine Luft mehr im Vorderreifen war. Man hatte mir geraten die Schlauchlosreifen auf Schläuche umzustellen und auf Schotter etwas Luft abzulassen. Dass dabei der Schlauch auf der Felge verrutschen kann und das Ventil beschädigt wird, wenn man es nicht richtig macht, sagte mir aber niemand. Genau das schien hier der Fall zu sein. Dieter hatte zum Glück eine Luftpumpe dabei und wir versuchten unser Glück. Die Luft hielt tatsächlich ziemlich lang. Mit dreimal aufpumpen kamen wir noch über den Col de Lys und bis zu einer Reifenwerkstatt wo mir geholfen wurde. Ein großes Danke an dieser Stelle nochmal an Dieter.

Abends ging ich mit einem Zeltnachbarn in die Pizzeria am Campingplatz. Er erzählte mir beim Abendessen seine Lebensgeschichte unter anderem vom frühen Tod seiner Geschwister. Er überlegte, sein Haus zu verkaufen und das Leben zu genießen. Er wollte auf dieser Reise eine Entscheidung treffen. Was man nicht alles erlebt, wenn man alleine reist.

Dieter und ich nahmen uns für den Mittwoch den Monte Jafferau vor. Das Wetter war besser als angesagt. Die Sonne schien, bis wir oben waren. Die Tunneldurchfahrt ist schon etwas abenteuerlich, vor allem mit Gegenverkehr und langen Wasserlöchern, bei denen man im Dunkeln nicht sieht wie tief sie sind.

Die Schotterstraße ist nicht schwierig zu fahren. Nur das letzte Stück das mit großen Steinen gepflastert ist, fühlt sich an wie Presslufthammer. Oben wird man wieder mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Die Schützenstände aus dem ersten Weltkrieg mit Schussrichtung nach Italien sind noch zu sehen. Scheinbar war der Berg damals in französischem Hoheitsgebiet.

Der Wetterbericht für den Süden wurde immer schlechter. Die Maira Stura und die Varaita Maira konnte ich mir abschminken. Von der Ligurischen ganz zu schweigen. Nachdem Dieter wieder den Heimweg antrat, beschloß ich auch, mich ganz gemütlich auf den Weg nach Hause zu machen und dabei noch einige schöne Pässe mitzunehmen. Bis Sonntag waren es noch vier Tage. Ich konsultierte also wieder meinen Denzel und kurviger.de und fand eine schöne Strecke durch die Berge nördlich von Turin bis Romagnano Sesio wo ich diesmal im Hotel abstieg.

Zwischen diesen Felsen verläuft die kurvenreiche SP115 zum Santuario Oropa

Um die Kontakte zu minimieren und zum Essen nicht nochmal aus dem Haus zu müssen, nahm ich auch gleich noch das Abendmenü dazu. Am Nebentisch saß eine Gruppe von italienischen Männern, die einen derben Dialekt sprachen. Ich verstand nur Wortfetzen. Aber während ihrer angeregten, wortreichen Unterhaltung grinsten sie immer wieder herüber. Vielleicht weil sie merkten, wie ich mit den Bauarbeiterportionen kämpfte. Erst gab es einen Salat, dann einen großen Teller Risotto ai Funghi, von dem ich eigentlich schon satt war, aber dann kam noch der Hauptgang, eine große Portion Bacala in Tomatensoße mit Gemüse. Es war so gut, dass es einfach zu schade gewesen wäre es stehen zu lassen. Danach konnte ich mich nur noch aufs Bett legen und den Bauch halten. Die Herrschaften am Nebentisch verputzten das alles in der halben Zeit und verdrückten nach dem Stockfisch noch große Desert-Becher. Italiener müssen andere Mägen haben.

Das dicht besiedelte Gebiet bis zum Comer See durchquerte ich am Freitag auf der Autobahn. Erst bei Lecco ging es wieder auf kleinen Straßen hinein in die Berge östlich des Comer Sees. Über Culmine St. Pietro und Olmo al Brembo fuhr ich über den Passo San Marco hinunter ins Tal der Adda.

Dort weiter bis zum Passo Aprica, über den Passo St. Christina, Passo di Guspessa, Passo Mortirolo und Passo della Foppa nach Monno und weiter bis Cevo Brescia, wo ich mir ein Zimmer nahm. Beim Abendessen lernte ich einen netten Wiener kennen, der mit seiner Triumph nach Sardinien unterwegs war. Wir hatten sehr ähnliche Ansichten und eine sehr witzige Unterhaltung über Gott und die Welt. Am liebsten wäre ich gleich noch mit nach Sardinien gefahren, aber zu Hause wartete ja die Familie und der Arbeitgeber.

Durch die Flucht Richtung Osten erwarteten mich am Samstag einige der schönsten Pässe bei bestem Wetter. Angefangen beim Passo del Vivione, der schmalsten asphaltierten Alpenpassstraße überhaupt. Mit ihren Ausweichstellen hat sie mich ein bißchen an die Sträßchen in den schottischen Highlands erinnert. Auch landschaftlich sehr reizvoll.

Von Breno aus ging es dann den Passo Croce Domini hinauf. Beim Rifugio zweigt rechts eine Schotterpiste ab, die über den Giogo della Bala Richtung Süden führt. Vorbei am Monte Croce Domini und am Monte Rondenino.

Am Dosso dei Galli begrüßten mich die neuen Bewohner dieser verlassenen NATO Richtfunkanlage. Sie war von 1969 bis 1995 als Frühwarnsystem in Betrieb und sollte uns im kalten Krieg vor den Russen schützen.

Über den Passo Dasdana kommt man dann beim Giogo Manavia heraus. Schmale Straßen führen weiter über den Passo Dosso Alto, Passo Berga und Passo Spina schließlich hinunter nach Anfo am Lago d'Idro.

Jetzt war es eigentlich Zeit für einen Cappuccino und ein schönes Stück Sahnetorte. Der Blick auf den See war traumhaft, aber mit der Motorradmontur war es hier unten so heiß, dass ich wieder aufstieg und zum Tremalzo Pass hinauf fuhr. Statt Sahnetorte gab es Apfelstrudel. Gut für eine Abkühlung: die Cascata Ampola am Tremalzopass

Leider ist der Pass ab der Hütte gesperrt. Zu gern wäre ich hinunter gefahren zum Gardasee. Aber in jedem Übel liegt auch eine Gelegenheit. Und so konnte ich am nächsten Tag zwischen Pinzolo und Madonna di Campiglio das bizarre Massiv der Brenta von der Ostseite sehen und kam durch das schöne Ultental. Der Heimweg führte weiter von Meran hinauf zum Timmelsjoch, durchs Ötztal nach Imst und von dort über Hahntennjoch und Gaichtpass nach Pfronten. Von dort auf gewohnten kleinen Straßen über die Dörfer nach Hause an den Ammersee.

Blick auf die Brenta

Lago di Santa Giustina

Lago di Santa Giustina

Passeiertal

Timmelsjoch

Hahntennjoch

Tannheimer Berge

Alles in allem ein gelungener Motorrad-Urlaub. Das alleine Reisen hat den Vorteil, dass ich für meine zahlreichen Fotostopps auf niemanden Rücksicht nehmen muss.

Vor allem während einer Pandemie, wo alle etwas mehr Abstand halten, kann es manchmal aber auch ein bißchen einsam werden. Vielleicht braucht es aber gerade diese Momente der Einsamkeit, um zu einer inneren Ruhe zu kommen.